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HabitatnutzungDie besenderten Kleinspechte nutzen einen sehr abwechslungsreichen Lebensraum (HÖNTSCH 1996). Im Untersuchungsgebiet werden hauptsächlich Obstwiesen, Laubwälder, Ufergehölz und Fichtenwälder aufgesucht. Bei der Nahrungssuche wird keine spezielle Baumart bevorzugt. Viel mehr werden gezielt dünne tote Zweige im Baum angeflogen. Bei der vorwiegend hackenden Nahrungssuche finden die Spechte hauptsächlich Käfer- und Schmetterlingslarven. Allerdings zeigt sich auch hier eine saisonale Veränderung. Mit zunehmender Belaubung im Frühjahr gehen die Vögel dazu über, ihre Nahrung von den Blättern der Apfelbäume, Weiden und Eichen abzulesen (HÖNTSCH in Vorbereitung). Sie ernähren sich und ihre Jungvögel dann hauptsächlich von Blattläusen, Schmetterlingsraupen und Kohlschnaken. Dabei werden auch Ameisen aufgenommen (ROßMANITH 1999). Habitat- und damit auch Nahrungswahl werden u.a. in Bezug auf den Bruterfolg näher untersucht. |
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HöhlennutzungKleinspechte beziehen nur selbstgebaute Höhlen zum Schlafen und zum Brüten. Höhlenbau findet ganzjährig statt, allerdings verstärkt von Ende März bis Mitte Mai, wenn die Bruthöhlen gebaut werden. Die Höhlen werden meistens in dünnen Ästen, mit nur 15 cm Durchmesser angelegt. Dabei wird keine spezielle Baumart bevorzugt; wichtig ist aber, dass der Ast oder Stamm morsch, also oft schon mehrere Jahre abgestorbenen ist. Dadurch wird das Holz weich genug, damit die kleinen Spechte es bearbeiten können. Diese Höhlen in faulendem Holz sind jedoch nicht lange haltbar. Deswegen müssen Kleinspechte in einem Jahr mehrere Höhlen bauen. Schlafhöhlen finden sich oft nicht im Zentrum der Aktionsräume, sondern eher am Rand eines Spechtlebensraumes. Die Bruthöhlen liegen allerdings im Zentrum der Reviere und in kurzer Distanz zum Laubwald, der zur Brutzeit eine wichtige Rolle bei der Nahrungssuche spielt. Welche Parameter Einfluss auf die Wahl des Höhlenstandorts haben wird ermittelt. |
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BrutbiologieDurch die intensive Beobachtung der Kleinspechte mit Hilfe der Radiotelemetrie
gelang es 1996 erstmals, Polyandrie bei den bisher als monogam geltenden
Kleinspechten nachzuweisen (HÖNTSCH 1996).
Auch 1998 konnte wieder ein Weibchen bei der Verpaarung mit zwei Männchen
beobachtet werden.
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LautäußerungenDie bekanntesten Lautäußerungen von Kleinspechten sind die
"kikiki"-Rufreihe und die langen, leisen Trommelwirbel, die man nur in
der Balzzeit hören kann. In dieser Zeit, von Februar bis Ende April,
ist der Kleinspecht gerade in den Morgenstunden bis in den Mittag hinein
besonders ruffreudig: bei fast der Hälfte aller Beobachtungen am
Morgen haben die Kleinspechte gerufen und in 15 % der Fälle
auch getrommelt. Mit Beginn der Brutzeit im Mai verstummen die Kleinspechte
allerdings und sind erst im Juni mit den ausgeflogenen Jungen wieder besser
wahrnehmbar (CAMPOLATTANO 2001).
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